Du suchst eine OpenClaw Alternative, weil dir das Original zu unsicher, zu kompliziert oder zu teuer geworden ist? Dann geht es dir wie sehr vielen. Im Frühjahr haben in Deutschland jeden Monat rund 1.900 Menschen genau danach gesucht. Das war kurz nachdem Sicherheitsforscher Hunderte bösartige Erweiterungen im OpenClaw-Marktplatz gefunden hatten und Anthropic die Nutzung von Claude-Abos über OpenClaw vorübergehend gesperrt hatte.
Ich arbeite seit Juni mit einer OpenClaw Alternative, und zwar mit Hermes Agent. Darüber laufen acht KI-Mitarbeiter, die für mich recherchieren, Verkaufsseiten schreiben, Werbung planen und abends meinen Tag zusammenfassen. Die Geschichte dahinter ist unspektakulär. Mein System war ursprünglich so geplant, dass ein kleiner Expertenrat über OpenClaw auf einem Server läuft. Eingerichtet habe ich das nie. Als ich es dann wirklich brauchte, gab es Hermes, und dabei bin ich geblieben.
Die meisten Artikel zu diesem Thema sind Listen für Programmierer, mit Namen wie NanoClaw, ZeroClaw und PicoClaw und vielen Befehlen fürs Terminal. Hier bekommst du etwas anderes. Du erfährst, warum so viele wechseln, welche OpenClaw Alternative für wen passt, wie der Umzug funktioniert und woran es bei Hermes in der Praxis hakt. Geschrieben für Coaches, Berater und Selbstständige, die eine KI für sich arbeiten lassen wollen, ohne selbst zum Techniker zu werden.
Was ist OpenClaw überhaupt?
OpenClaw ist ein kostenloses Programm, das eine KI auf deinem eigenen Rechner zum persönlichen Assistenten macht. Du schreibst ihm über Messenger wie WhatsApp, Telegram, Signal oder Slack, und er erledigt Aufgaben für dich. Er liest Mails, sucht im Internet, legt Termine an oder schreibt Texte. Die KI dahinter suchst du dir selbst aus, zum Beispiel Claude, ChatGPT oder ein Modell, das direkt auf deinem Rechner läuft.
Gestartet hat das Projekt der Entwickler Peter Steinberger. Heute kümmert sich eine eigene Stiftung darum, die OpenClaw Foundation. Der Code ist offen und steht unter der MIT-Lizenz. Auf GitHub hat OpenClaw rund 391.000 Sterne gesammelt. Das ist die Merkliste der Entwickler, und so viele Sterne hat kaum ein anderes Projekt in dieser Welt.
Die große Stärke von OpenClaw ist die Breite. Es lässt sich an mehr als 20 Chat-Dienste anschließen, es gibt Apps für fast jedes Gerät, und über einen eigenen Marktplatz namens ClawHub kannst du tausende Erweiterungen nachladen. Diese Erweiterungen heißen Skills. Ein Skill bringt der KI eine neue Fähigkeit bei, zum Beispiel das Lesen deines Kalenders oder das Posten auf Instagram.
OpenClaw hat die Idee groß gemacht, dass eine KI nicht nur antwortet, sondern für dich arbeitet. Genau deshalb suchen jetzt so viele nach einer OpenClaw Alternative, die dasselbe kann und dabei ruhiger schlafen lässt.
Warum so viele eine OpenClaw Alternative suchen
Beliebtheit hat einen Preis. Je mehr Menschen ein Werkzeug nutzen, desto interessanter wird es für Leute mit schlechten Absichten, und desto mehr ruckelt es an allen Ecken. Bei OpenClaw kamen in diesem Jahr drei Dinge zusammen.
Grund 1, gefährliche Erweiterungen im Marktplatz
Im Februar haben Sicherheitsforscher von Koi Security alle 2.857 Skills im Marktplatz ClawHub überprüft. 341 davon waren bösartig. Die meisten sahen aus wie harmlose Helfer für den Handel mit Kryptowährungen. Tatsächlich haben 335 dieser Skills auf dem Mac ein Programm namens Atomic Stealer installiert, das Passwörter und Zugangsdaten abgreift. Trend Micro hat den Ablauf später genau beschrieben.
OpenClaw selbst ist dabei ein seriöses Projekt. Das Problem ist die offene Tür. Wer einen fremden Skill installiert, gibt einer KI mit Zugriff auf seinen Rechner eine Anleitung von einem Unbekannten. Das ist ungefähr so, als würdest du einem neuen Mitarbeiter am ersten Tag den Generalschlüssel geben und dazu einen Zettel, den dir ein Fremder an der Bushaltestelle zugesteckt hat.
Grund 2, Ärger mit dem Claude-Abo
Viele haben OpenClaw mit ihrem Claude-Abo betrieben, weil das deutlich günstiger war als die Abrechnung pro Nutzung. Am 4. April hat Anthropic das gestoppt. Wer Claude Pro oder Max über OpenClaw nutzen wollte, sollte ab da extra zahlen, so hat es TechCrunch berichtet. Im Mai kam die Kehrtwende, allerdings mit einem Haken. Laut VentureBeat gibt es für solche Fremdprogramme jetzt ein eigenes Monatskontingent, das am Monatsende verfällt.
Für dich heißt das vor allem eins. Die Kosten für eine KI, die im Hintergrund für dich arbeitet, sind in Bewegung. Das gilt für OpenClaw genauso wie für jede OpenClaw Alternative, die du mit einem Claude-Abo betreibst. Wer das weiß, ärgert sich später weniger.
Grund 3, die Einrichtung frisst Abende
OpenClaw ist für Menschen gebaut, die sich im Terminal zu Hause fühlen. Installiert wird es über ein Skript oder über npm, ein Werkzeug aus der Programmierwelt. Dazu kommen Einstellungsdateien, Zugangsschlüssel und die Frage, wie der Assistent erreichbar bleibt, wenn dein Laptop zugeklappt ist. Der Vergleichsartikel von Composio zitiert Nutzer, die die Installation als Albtraum beschreiben und von Updates erzählen, die an einer Stelle etwas reparieren und an einer anderen etwas kaputtmachen.
Für einen Entwickler ist das ein Samstagnachmittag mit Kaffee. Für eine Coachin, die zwischen zwei Kundenterminen eigentlich nur einen Newsletter loswerden will, ist es ein Grund, das Ganze nach dem dritten Abend wieder zu löschen.
Worauf du bei einer OpenClaw Alternative achten solltest
Bevor wir uns einzelne Programme anschauen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Frage, was eine gute OpenClaw Alternative für dich überhaupt ausmacht. Die Listen im Netz vergleichen gern Programmiersprachen und Dateigrößen. Für deinen Alltag zählen andere Dinge.
- Kannst du es ohne Terminal bedienen? Eine richtige Oberfläche mit Fenstern und Knöpfen ist für die meisten Selbstständigen der Unterschied zwischen „läuft“ und „liegt rum“.
- Was darf die KI ohne dich tun? Gute Programme fragen nach, bevor sie etwas Wichtiges ausführen, und lassen fremden Code in einem abgeschotteten Bereich laufen.
- Merkt sie sich deine Arbeit? Eine KI, die du jeden Tag neu einweisen musst, spart dir wenig. Wichtig sind ein Gedächtnis und feste Arbeitsanleitungen.
- Arbeitet sie auch ohne dich? Zeitpläne sind der Punkt, an dem aus einem Chat ein Mitarbeiter wird. Jeden Montag die Zahlen, jeden Freitag die Ideen für nächste Woche.
- Was kostet sie wirklich? Die Software ist fast immer gratis. Bezahlt wird das KI-Modell und eventuell ein kleiner Server.
- Kommst du mit deinen Daten wieder raus? Offener Code und Daten in einem Ordner auf deinem Rechner machen dich unabhängig.
Ein Kriterium fehlt in fast allen Vergleichen, und für Selbstständige ist es vielleicht das wichtigste. Gibt es jemanden, der dir hilft, wenn es hakt? Bei den großen Projekten findest du Foren, Anleitungen und Videos, meist auf Englisch und für Entwickler. Wenn du deine KI-Mitarbeiter lieber mit Begleitung aufbauen willst, rechne diese Frage bei deiner Entscheidung mit ein. Ein Werkzeug, das du nicht zum Laufen bekommst, ist am Ende das teuerste.
Nimm diese Liste mit, wenn du dir gleich die einzelnen Kandidaten anschaust. Du wirst merken, dass die meisten Programme an genau einer Stelle glänzen und an zwei anderen schwächeln.
Die wichtigsten OpenClaw Alternativen im Überblick
Es gibt inzwischen Dutzende Programme, die sich als OpenClaw Alternative anbieten. Viele davon sind Bastelprojekte für Entwickler mit einem sehr speziellen Zweck. Ich stelle dir hier die fünf vor, die in den großen Vergleichen am häufigsten auftauchen und die für Selbstständige überhaupt in Frage kommen.
| Programm | Was es besonders macht | Für wen es passt |
|---|---|---|
| Hermes Agent | Lernt aus der eigenen Arbeit und legt neue Skills selbst an, Desktop-App, Zeitpläne, Umzugsbefehl für OpenClaw | Selbstständige, die ein festes KI-Team aufbauen wollen |
| Claude Cowork | Von Anthropic selbst betrieben, Aufgaben laufen in einem abgeschotteten Bereich, kein eigener Server nötig | Alle, die ohnehin ein Claude-Abo haben und nichts installieren wollen |
| NanoClaw | Jeder Agent läuft in einem eigenen, abgeschotteten Container | Technisch Versierte mit hohem Sicherheitsbedürfnis |
| ZeroClaw | Sehr schlank und schnell, läuft auch auf schwachen Geräten | Entwickler und Bastler |
| Manus Desktop | Fertiges Produkt mit eigener Oberfläche, bewirbt sich selbst als OpenClaw Alternative | Wer ein Abo-Produkt statt offener Software sucht |
Hermes Agent
Hermes Agent kommt von Nous Research, einem KI-Labor aus den USA. Wie OpenClaw ist es kostenlos und quelloffen. Der Unterschied liegt in der Idee dahinter. OpenClaw setzt auf möglichst viele fertige Anbindungen. Hermes setzt darauf, dass die KI aus ihrer eigenen Arbeit lernt. Nach einer kniffligen Aufgabe schreibt sie den Weg als neuen Skill auf und nutzt ihn beim nächsten Mal. Der Vergleich von Composio nennt Hermes die OpenClaw Alternative, die dem Original am nächsten kommt, und lobt das klarere Sicherheitsmodell. Als Schwäche nennt er das kleinere Angebot an fertigen Erweiterungen.
Weil das die Alternative ist, mit der ich selbst arbeite, bekommt sie weiter unten einen eigenen Abschnitt. Die Grundlagen habe ich außerdem ausführlich in meinem Artikel Hermes Agent einfach erklärt beschrieben.
Claude Cowork
Claude Cowork ist die bequemste OpenClaw Alternative, weil du nichts installieren und keinen Server mieten musst. Anthropic betreibt alles selbst. Aufgaben laufen in einem abgeschotteten Bereich, und bei wichtigen Schritten fragt Claude vorher nach. Laut Composio ist Cowork in den bezahlten Claude-Tarifen enthalten, also ab rund 20 Dollar im Monat. Der Preis für die Bequemlichkeit ist die Bindung. Du arbeitest nur mit Claude, und deine Abläufe liegen bei Anthropic statt in einem Ordner auf deinem Rechner.
NanoClaw
NanoClaw ist die Antwort auf die Sicherheitsprobleme. Jeder Agent bekommt seinen eigenen, abgeschotteten Container, also eine Art Glaskasten, aus dem er nicht herauskommt. Selbst wenn ein Skill etwas Schlimmes vorhat, bleibt der Schaden im Kasten. Das ist ein schönes Prinzip. Für die Einrichtung solltest du aber wissen, was Docker ist, und keine Angst vor dem Terminal haben.
ZeroClaw
ZeroClaw ist die schlanke OpenClaw Alternative. Es ist in der Programmiersprache Rust geschrieben, startet sehr schnell und braucht kaum Speicher. Das freut vor allem Leute, die ihren Assistenten auf einem kleinen Gerät oder einem günstigen Server laufen lassen wollen. Wer eine bequeme Oberfläche sucht, wird hier eher nicht glücklich.
Manus Desktop
Manus stellt sich auf der eigenen Seite ausdrücklich als OpenClaw Alternative vor. Es ist ein fertiges Produkt mit Oberfläche, das auf deinem Rechner arbeiten kann. Du bekommst damit weniger Bastelarbeit, aber auch weniger Freiheit. Der Code ist nicht offen, und du bist an das Angebot und die Preise des Herstellers gebunden.
Hermes Agent vs OpenClaw, der direkte Vergleich
Am häufigsten werde ich gefragt, wie sich Hermes Agent und OpenClaw im Alltag unterscheiden. Beide geben einer KI einen festen Arbeitsplatz mit Gedächtnis, Werkzeugen und Anschluss an deine Messenger. Beide sind kostenlos, quelloffen und laufen auf deinem eigenen Rechner oder Server. Der Unterschied zeigt sich im Detail.

| Frage | OpenClaw | Hermes Agent |
|---|---|---|
| Wer steckt dahinter? | Peter Steinberger, heute die OpenClaw Foundation | Nous Research, ein KI-Labor aus den USA |
| Was kostet die Software? | Nichts, MIT-Lizenz | Nichts, MIT-Lizenz |
| Wo liegt die Stärke? | Sehr viele Messenger, Apps für fast jedes Gerät, riesiger Marktplatz für Skills | Lernt aus der eigenen Arbeit, legt Skills selbst an und verbessert sie |
| Wie kommen neue Fähigkeiten dazu? | Vor allem über den Marktplatz ClawHub, auch von Fremden | Vor allem aus deiner eigenen Arbeit, dazu Skills, die du selbst hineinziehst |
| Wie steht es um Sicherheit? | Fremde Nachrichten gelten als unsicher, Anleitung für Abschottung vorhanden, aber 341 bösartige Skills im Februar | Freigabe von Befehlen, Abschottung in Containern, laut Composio das klarere Sicherheitsmodell |
| Gibt es eine Oberfläche? | Apps und eine Weboberfläche, Einrichtung überwiegend im Terminal | Desktop-App mit Chatfenster, Skills per Maus hineinziehen |
| Arbeitet sie nach Zeitplan? | Ja | Ja, eingebaut, in normaler Sprache einstellbar |
| Kann ich umziehen? | Ist das Original | Eigener Umzugsbefehl, übernimmt Persona, Gedächtnis und Skills |
Wenn ich es in einem Bild sagen soll, dann so. OpenClaw ist ein riesiger Baumarkt, in dem du für jedes Problem ein passendes Werkzeug findest, auch ein paar gefälschte. Hermes ist eine Werkstatt, in der dein Handwerker sich jeden Handgriff merkt und beim nächsten Mal schneller ist. Beides hat seinen Platz. Für jemanden, der ein festes Team aus KI-Mitarbeitern aufbauen will, passt die Werkstatt besser.
OpenClaw gibt dir tausend fremde Werkzeuge. Hermes Agent gibt dir einen Mitarbeiter, der seine eigenen Werkzeuge baut.
Warum ich mit Hermes Agent als OpenClaw Alternative arbeite
Ich bin Online-Marketer und habe Wirtschaftsinformatik studiert, programmiere aber nicht jeden Tag. Meine Entscheidung war deshalb eine praktische. Ich wollte ein Team, das mir im Marketing Arbeit abnimmt, und ich wollte es so bauen, dass meine Kunden dasselbe Team bei sich einsetzen können. Vier Gründe haben den Ausschlag gegeben.
Die Desktop-App
Hermes hat eine richtige Oberfläche mit Chatfenster. Im Juni habe ich einen Ordner mit Arbeitsanleitungen per Maus in dieses Fenster gezogen und dazu geschrieben, dass er das als Skills installieren soll. Das war die ganze Einrichtung. Für meine Kunden ist das der Unterschied zwischen „ich probier das mal“ und „das ist nichts für mich“.
Das Lernen
Meine KI-Mitarbeiter werden mit der Zeit besser, weil Hermes Abläufe als Skills speichert. Wenn meine Recherche-Mitarbeiterin einmal herausgefunden hat, wie sie in Foren die Sprache meiner Zielgruppe findet, macht sie das beim nächsten Mal von selbst so. Ich muss keine fremden Erweiterungen aus einem Marktplatz holen, deren Absender ich nicht kenne.
Die Anmeldung mit dem Abo
Am 8. September habe ich in Hermes sowohl mein Claude-Abo als auch mein ChatGPT-Abo einfach per Anmeldung verbunden. Beides lief sofort, ohne dass ich ein separates Guthaben kaufen musste. Die Regeln der Anbieter können sich ändern, wie der Abo-Streit bei OpenClaw gezeigt hat. Stand heute ist das aber der günstigste Einstieg, weil du nur das Abo nutzt, das du vielleicht schon bezahlst.
Mehrere Mitarbeiter mit eigenen Rollen
In Hermes ist jeder KI-Mitarbeiter ein eigenes Profil mit eigenem Gedächtnis und eigenen Skills. Bei mir sind das acht. Eine recherchiert Märkte, einer schreibt Verkaufsseiten, eine gestaltet Werbemotive, eine plant Kampagnen, und einer ist der Chef der Truppe, der morgens mit mir die Prioritäten durchgeht. Sie laufen auf meinem Rechner und auf einem kleinen Server bei Hostinger. Der Server sorgt dafür, dass die Zeitpläne auch dann laufen, wenn mein Laptop zugeklappt ist. Wie das Team im Einzelnen aufgebaut ist, liest du in meinem Artikel über KI-Mitarbeiter fürs Marketing.
Im kostenlosen Training zeige ich dir, wie acht KI-Mitarbeiter aus deinem Wissen einen Onlinekurs bauen, samt Verkaufsseite, Mails und Werbung. Du erzählst, was du weißt, die Crew macht die Arbeit.
ZUM KOSTENLOSEN TRAININGUmzug von OpenClaw zu Hermes, so geht es
Wenn du schon mit OpenClaw arbeitest, musst du nicht bei null anfangen. Hermes bringt einen eigenen Umzugsbefehl mit. Er heißt hermes claw migrate und holt laut offizieller Beschreibung auf GitHub diese Dinge aus deiner OpenClaw-Einrichtung.
- Die Persönlichkeit deines Assistenten, also wie er spricht und wer er ist
- Seine Erinnerungen an dich und deine Arbeit
- Die Skills, die du selbst angelegt hast
- Die Liste der Befehle, die er ohne Nachfrage ausführen darf
- Die Einstellungen für deine Messenger
- Deine Zugangsschlüssel zu KI-Anbietern
- Sprachdateien und Arbeitsanweisungen
Mein Rat für den Umzug ist, ihn als Frühjahrsputz zu nutzen. Nimm nur die Skills mit, die du selbst geschrieben hast oder deren Herkunft du kennst. Alles, was irgendwann mal aus dem Marktplatz nachgeladen wurde und von dem du nicht mehr weißt, was es tut, bleibt beim Umzug im alten Keller. Gib deinem Assistenten danach ein paar Tage Zeit, sich in seiner neuen Umgebung einzuarbeiten, und schau dir die ersten Ergebnisse genauer an als sonst.
Wenn du den Befehl nicht selbst ins Terminal tippen willst, gibt es einen bequemeren Weg. Bei der Einrichtung meiner Kundenpakete hat sich gezeigt, dass Hermes solche Schritte auf Zuruf selbst erledigt. Du schreibst ihm im Chat, was er ausführen soll, und er berichtet dir das Ergebnis. Die KI richtet sich ihren neuen Arbeitsplatz also im Grunde selbst ein.
Was mich an Hermes ehrlich nervt
Jede Liste im Netz empfiehlt dir eine OpenClaw Alternative, aber kaum jemand erzählt, woran es danach hakt. Ich arbeite jeden Tag mit Hermes, und es gibt Dinge, die mich Zeit gekostet haben. Damit sie dich keine kosten, hier die fünf wichtigsten.
Die App war am Anfang sehr jung
Als ich im Juni angefangen habe, war die Desktop-App ganz frisch auf dem Markt und fühlte sich auch so an. Vieles lief, manches ruckelte. Inzwischen ist sie deutlich stabiler, aber du solltest wissen, dass du ein junges Werkzeug benutzt, das sich schnell verändert. Das ist bei OpenClaw übrigens genauso.
Bilder und Videos brauchen noch Technik
Texte, Recherchen und Pläne erledigt Hermes wunderbar. Sobald deine KI-Mitarbeiter aber Bilder oder Videos über andere Dienste erzeugen sollen, brauchst du eigene Zugangsschlüssel für diese Dienste, und die Einrichtung wird technisch. Im Juni war das noch so kompliziert, dass ich es meinen Kunden nicht zumuten wollte. Hier ist OpenClaw mit seinen vielen fertigen Anbindungen tatsächlich im Vorteil.
Ein neues Profil hat erst mal kein Gehirn
Wenn du einen neuen KI-Mitarbeiter anlegst, übernimmt er das KI-Modell aus deiner Grundeinstellung nicht automatisch. Er antwortet dann einfach nicht, und in der Übersicht steht in der Spalte für das Modell nur ein Strich. Die Lösung ist, jedem Mitarbeiter sein Modell ausdrücklich zuzuweisen. Das dauert eine Minute, wenn man es weiß.
Gelöschte Mitarbeiter hinterlassen einen Grabstein
Das war mein kuriosester Fund. Wenn du einen Mitarbeiter löschst und später unter demselben Namen wieder einspielst, meldet Hermes Erfolg, zeigt ihn aber nicht an. Der Grund ist eine kleine Datei, die beim Löschen liegen bleibt und den Namen als gelöscht markiert. Ich habe drei Anläufe gebraucht, bis ich das verstanden hatte. Wenn dir so etwas passiert, lass deine KI nach einem Ordner namens „.deleted“ suchen.
Die Desktop-App hält nur drei Mitarbeiter wach
Ab Werk hält die Desktop-App nur drei Profile gleichzeitig bereit. Bei acht Mitarbeitern stehen die übrigen in der Warteschlange, und der Wechsel dauert gefühlt ewig. Ich habe einmal fünf Minuten und 44 Sekunden gemessen. Die Grenze lässt sich in einer Einstellungsdatei hochsetzen, bei mir steht sie auf neun.
Die meisten Probleme mit einer OpenClaw Alternative sind Einstellungen, die niemand erklärt, weil die Anleitung für Entwickler geschrieben ist.
Welche OpenClaw Alternative passt zu dir?
Am Ende hängt die Wahl weniger am Programm als an dir. Ich sehe bei meinen Kunden drei typische Ausgangslagen, und für jede gibt es eine klare Empfehlung.
Du willst nichts installieren
Du hast schon ein Claude-Abo, willst gelegentlich eine Aufgabe abgeben und keinen Gedanken an Server verschwenden. Dann ist Claude Cowork die richtige OpenClaw Alternative für dich. Du startest sofort, und die Sicherheit liegt beim Anbieter. Dafür arbeitest du nur mit Claude, und deine Abläufe gehören nicht ganz dir.
Du willst ein festes KI-Team
Du hast wiederkehrende Aufgaben im Marketing, zum Beispiel Newsletter, Beiträge, Recherche und Verkaufsseiten, und willst dafür feste Mitarbeiter mit Gedächtnis, die auch ohne dich arbeiten. Dann ist Hermes Agent die passende Wahl. Du brauchst etwas Geduld für die Einrichtung, dafür gehört dir am Ende alles, und du kannst das Modell jederzeit wechseln. Genau diesen Weg gehe ich selbst.
Du bastelst gern
Du fühlst dich im Terminal wohl, Docker ist für dich kein Fremdwort, und Sicherheit steht bei dir ganz oben. Dann schau dir NanoClaw an. Wenn es besonders schlank sein soll, ist ZeroClaw einen Blick wert. Und wenn du eigentlich zufrieden bist und nur den Marktplatz meiden willst, kannst du auch bei OpenClaw bleiben und fremde Skills einfach konsequent weglassen.
Falls du noch gar keinen KI-Assistenten hast und erst mal klein anfangen willst, findest du in meinem Artikel KI-Agenten erstellen den Einstieg für Solo-Unternehmer. Das Prinzip ist dasselbe, nur mit einem Mitarbeiter statt einem ganzen Team.
Das nehmen dir KI-Mitarbeiter jede Woche ab
Die Frage nach dem richtigen Programm ist spannend, aber am Ende willst du wissen, was sich in deiner Woche ändert. Deshalb hier ein paar Aufgaben aus dem Alltag von Coaches, Beratern und Kursanbietern, die ein KI-Team zuverlässig übernimmt. Du gibst den Auftrag, die Crew erledigt die Arbeit, und du schaust am Ende drüber.
- Montags die Woche sortieren. Der Chef-Mitarbeiter liest deine offenen Aufgaben, fragt nach deinen Terminen und schlägt dir die drei wichtigsten Dinge vor.
- Aus einer Sprachnachricht einen Newsletter machen. Du sprichst auf dem Spielplatz zwei Minuten ins Handy, und abends liegt der fertige Text in deinem Ton im Ordner.
- Die Konkurrenz im Blick behalten. Eine Recherche-Mitarbeiterin schaut sich die Verkaufsseiten von drei Mitbewerbern an und listet dir auf, was dort fehlt.
- Verkaufsseiten nach festem Aufbau schreiben. Ein Texter kennt deine Zielgruppe, deine Angebote und deine Lieblingswörter und schreibt die Seite in einem Rutsch.
- Werbung planen und auswerten. Eine Kampagnen-Mitarbeiterin schlägt Anzeigentexte vor und liest nach ein paar Tagen die Zahlen, statt dass du sie abtippst.
- Aus deinem Wissen einen Kurs bauen. Vom Aufbau der Module bis zur Salespage, Schritt für Schritt.
Das Wichtige daran ist die Wiederholung. Einmal gut erklärt, erledigt dein KI-Mitarbeiter so eine Aufgabe jede Woche wieder, ohne dass du alles neu aufschreiben musst. Genau hier spielt eine OpenClaw Alternative mit Gedächtnis und Skills ihre Stärke aus. Ein einfacher Chat vergisst dich nach jedem Gespräch, ein Mitarbeiter mit festem Arbeitsplatz macht am Montag da weiter, wo er am Freitag aufgehört hat.
In vier Schritten zum ersten KI-Mitarbeiter
Wenn du dich für Hermes entscheidest, sieht der Start ungefähr so aus. Ich beschreibe den Weg, den auch meine Kunden gehen, in normaler Sprache.
- Hermes installieren. Auf deinem Rechner über die Desktop-App oder auf einem kleinen Server, den Anbieter wie Hostinger mit einem Klick einrichten. Beim Mac brauchst du ein Modell mit Apple-Chip.
- Dein KI-Modell anmelden. Das ist der einzige Schritt, den niemand für dich machen kann. Du meldest dich mit deinem Claude- oder ChatGPT-Konto an, fertig.
- Arbeitsanleitungen hineinziehen. Entweder du fängst leer an und bringst deinem Mitarbeiter alles im Gespräch bei, oder du ziehst fertige Skills per Maus ins Chatfenster.
- Das erste Kennenlernen. Dein Mitarbeiter fragt dich nach deiner Zielgruppe, deinen Angeboten und deinem Ton und schreibt sich alles in sein Gedächtnis. Ab jetzt weiß er es.
Für die ersten Aufgaben reicht das völlig. Zeitpläne, weitere Mitarbeiter und Anbindungen an andere Dienste kommen später dazu, wenn du merkst, welche Arbeit du als Nächstes abgeben willst.
Was eine OpenClaw Alternative wirklich kostet
Die gute Nachricht zuerst. Fast jede OpenClaw Alternative ist als Software kostenlos, genau wie das Original. Bezahlt wird an zwei anderen Stellen, beim KI-Modell und eventuell beim Server.
| Posten | Was du zahlst | Mein Hinweis |
|---|---|---|
| Die Software, OpenClaw oder Hermes | 0 Euro | Beide unter MIT-Lizenz |
| Vorhandenes KI-Abo, Claude oder ChatGPT | rund 20 Euro im Monat | Der günstigste Einstieg, die Regeln der Anbieter können sich aber ändern |
| Abrechnung pro Nutzung bei einem Anbieter | je nach Verbrauch | Läuft sichtbar leer statt dich auszusperren |
| Modell auf dem eigenen Rechner | 0 Euro | Braucht einen starken Rechner, gut zum Ausprobieren |
| Kleiner Server für Zeitpläne rund um die Uhr | ab rund 6,50 Dollar im Monat bei Hostinger, Stand August 2026 | Erst nötig, wenn Aufgaben laufen sollen, während dein Rechner aus ist |
| Claude Cowork | im bezahlten Claude-Tarif enthalten | Kein Server, dafür nur mit Claude |
Einen Unterschied solltest du kennen. Ein Abo hat ein Kontingent. Ist es aufgebraucht, wirst du bis zum nächsten Zeitfenster ausgesperrt. Guthaben läuft dagegen sichtbar leer und sperrt nie. Wer viele Aufgaben im Hintergrund laufen lässt, stößt beim Abo irgendwann an diese Grenze. Das spricht nicht gegen das Abo, du solltest es nur einplanen.
So bleibt deine OpenClaw Alternative sicher
Egal, für welches Programm du dich entscheidest, ein paar Regeln schützen dich vor den meisten Problemen. Sie sind einfach, und sie gelten für OpenClaw genauso wie für jede Alternative.
- Installiere Skills nur, wenn du weißt, woher sie kommen. Am sichersten sind die, die du selbst schreibst oder von jemandem bekommst, dem du vertraust.
- Lass wichtige Aktionen bestätigen. Zahlungen, Mails an Kunden und das Löschen von Dateien sollte deine KI erst nach deinem Okay ausführen.
- Gib nur die Zugänge frei, die wirklich gebraucht werden. Ein Recherche-Mitarbeiter braucht keinen Zugriff auf dein Bankkonto.
- Lass niemand Fremdes mit deinem Assistenten schreiben. OpenClaw behandelt Nachrichten von Unbekannten ab Werk als unsicher, und das ist eine gute Haltung für jedes Programm.
- Schau regelmäßig nach, was deine KI getan hat. Hermes und OpenClaw führen darüber Buch. Ein kurzer Blick pro Woche reicht.
Das klingt nach Aufwand, ist aber dasselbe, was du bei einem menschlichen Mitarbeiter auch tun würdest. Niemand gibt einer neuen Kraft am ersten Tag die Kontovollmacht. Vertrauen wächst mit der Zeit, bei Menschen und bei KI-Mitarbeitern.
Mein Fazit
OpenClaw hat gezeigt, wie viel eine KI mit eigenem Arbeitsplatz für dich erledigen kann. Die bösartigen Skills im Marktplatz, der Streit ums Claude-Abo und die aufwendige Einrichtung haben aber viele dazu gebracht, sich nach einer OpenClaw Alternative umzusehen. Für Entwickler gibt es dafür schlanke Bastelprojekte. Für alle, die nichts installieren wollen, gibt es Claude Cowork.
Für Selbstständige, die ein festes KI-Team für ihr Marketing aufbauen wollen, ist Hermes Agent aus meiner Sicht die beste OpenClaw Alternative. Die Software kostet nichts, dein vorhandenes Abo reicht für den Anfang, und deine Mitarbeiter lernen aus ihrer eigenen Arbeit, statt fremde Erweiterungen nachzuladen. Die Stolpersteine kennst du jetzt, und keiner davon ist ein Grund, es nicht zu versuchen.
Der eigentliche Hebel liegt ohnehin nicht im Programm. Er liegt in den Arbeitsanleitungen, die du deinem Team gibst. Mit guten Skills wird aus jeder OpenClaw Alternative etwas, das dir jede Woche Stunden zurückgibt.
Im kostenlosen Training siehst du, wie acht KI-Mitarbeiter mit fertigen Skills aus deinem Wissen einen Signature-Onlinekurs bauen und den Verkauf so vorbereiten, dass du am Ende nur noch drüberschauen musst.
JETZT PLATZ SICHERNHäufige Fragen zur OpenClaw Alternative
Was ist die beste OpenClaw Alternative?
Das hängt davon ab, was du vorhast. Für Selbstständige, die ein festes KI-Team mit Gedächtnis aufbauen wollen, ist Hermes Agent die stärkste OpenClaw Alternative. Wer nichts installieren will und ein Claude-Abo hat, fährt mit Claude Cowork am bequemsten. Für technisch Versierte mit hohem Sicherheitsbedürfnis lohnt ein Blick auf NanoClaw.
Was ist der Unterschied zwischen Hermes Agent und OpenClaw?
Beide geben einer KI einen dauerhaften Arbeitsplatz mit Gedächtnis und Messengern, beide sind kostenlos und quelloffen. OpenClaw setzt auf sehr viele fertige Anbindungen und einen großen Marktplatz für Erweiterungen. Hermes Agent setzt darauf, dass die KI aus ihrer eigenen Arbeit lernt und neue Skills selbst anlegt. Dazu hat Hermes eine Desktop-App und ein klareres Sicherheitsmodell.
Ist OpenClaw gefährlich?
OpenClaw selbst ist ein seriöses Projekt. Gefährlich wurden im Februar 2026 Erweiterungen aus dem Marktplatz ClawHub. Sicherheitsforscher fanden dort 341 bösartige Skills, die meisten davon installierten auf dem Mac ein Programm, das Zugangsdaten stiehlt. Wer nur Skills nutzt, deren Herkunft er kennt, senkt das Risiko deutlich.
Kann ich von OpenClaw zu Hermes Agent umziehen?
Ja. Hermes Agent hat dafür einen eigenen Befehl, hermes claw migrate. Er übernimmt die Persönlichkeit deines Assistenten, seine Erinnerungen, deine eigenen Skills, die Messenger-Einstellungen und deine Zugangsschlüssel. Nimm beim Umzug nur Skills mit, deren Herkunft du kennst.
Ist eine OpenClaw Alternative kostenlos?
Die Software ist bei fast allen Alternativen kostenlos, auch bei Hermes Agent. Bezahlt wird das KI-Modell, zum Beispiel über ein bestehendes Claude- oder ChatGPT-Abo für rund 20 Euro im Monat, und eventuell ein kleiner Server ab rund 6,50 Dollar im Monat. Claude Cowork ist in den bezahlten Claude-Tarifen enthalten.
Funktioniert mein Claude-Abo mit OpenClaw oder Hermes?
Anthropic hat die Nutzung von Claude-Abos über Fremdprogramme im April 2026 gesperrt und im Mai mit einem eigenen Monatskontingent wieder erlaubt. Ich habe am 8. September mein Claude-Abo und mein ChatGPT-Abo in Hermes per Anmeldung verbunden, beides lief ohne zusätzliches Guthaben. Die Regeln können sich wieder ändern, deshalb lohnt ein Blick in die aktuellen Bedingungen deines Anbieters.
Brauche ich Programmierkenntnisse für eine OpenClaw Alternative?
Für Claude Cowork gar nicht, für Hermes Agent kaum. Hermes hat eine Desktop-App, in die du Arbeitsanleitungen per Maus hineinziehst, und du sprichst mit deinen KI-Mitarbeitern in normalen Sätzen. Für NanoClaw oder ZeroClaw solltest du dagegen mit dem Terminal umgehen können.
Kann ich Hermes Agent auf Deutsch nutzen?
Ja. Oberfläche und Anleitung sind auf Englisch, aber du sprichst mit deinen KI-Mitarbeitern ganz normal auf Deutsch, und sie antworten auf Deutsch. Mein Team aus acht KI-Mitarbeitern arbeitet komplett auf Deutsch.
Läuft Hermes Agent auf Windows und Mac?
Ja. Hermes läuft auf Windows, auf dem Mac und auf Linux, dazu gibt es eine Desktop-App. Beim Mac brauchst du ein Modell mit Apple-Chip, ältere Macs mit Intel-Prozessor werden nicht unterstützt. OpenClaw läuft ebenfalls auf allen drei Systemen und hat zusätzlich Apps für iPhone und Android.
Brauche ich einen eigenen Server?
Für den Anfang reicht dein eigener Rechner. Ein Server lohnt sich erst, wenn deine KI-Mitarbeiter nach Zeitplan arbeiten sollen, während dein Rechner aus ist. Kleine Server gibt es ab rund 6,50 Dollar im Monat, bei Hostinger lässt sich Hermes dort mit einem Klick einrichten. Bei Claude Cowork brauchst du gar keinen Server.


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