Instagram Reichweite erhöhen 2026, was zwei Reels über den echten Hebel verraten

von Ralf Wenda | Sep. 1, 2026 | Strategien | 0 Kommentare

Zwei Reels vom selben Kanal, aus demselben Sommer. Das eine hat 53.675 Aufrufe bekommen und genau einen Kommentar. Das andere hat 1.545 Aufrufe bekommen und 500 Kommentare. Wenn du deine Instagram Reichweite erhöhen willst, ist das die wichtigste Zahl, die du heute liest, denn sie zeigt, dass die beiden Dinge, um die es dir eigentlich geht, überhaupt nicht zusammenhängen.

Ich habe diese Zahlen nicht aus einer Studie. Ich habe im August fünfzig Beiträge aus zwei deutschen Kanälen meiner Nische ausgelesen, weil ich für meinen eigenen Kanal wissen wollte, was tatsächlich funktioniert. Die Namen lasse ich weg, die Zahlen sind öffentlich einsehbar, und um die geht es.

Was dabei herauskam, hat meine Arbeitsweise geändert. In diesem Artikel bekommst du die Zahlen, die Erklärung dahinter und die Methode, mit der ich seitdem arbeite. Vorher noch ein Satz zur Erwartung, denn ich bin kein Instagram-Coach mit 100.000 Followern. Ich verkaufe digitale Produkte an Coaches und Berater und benutze Instagram als einen von zwei Kanälen.

Reichweite und Resonanz sind zwei verschiedene Zahlen

Fast alles, was du zu diesem Thema findest, behandelt Reichweite als eine einzige Größe. Mehr Aufrufe, mehr Follower, mehr alles. Die Zahlen aus meiner Auswertung zeigen etwas anderes.

ReelAufrufeKommentareQuoteLänge
Kanal A, August1.54550032,4 %7,2 Sekunden
Kanal B, Juli1.85337220,1 %3,1 Sekunden
Kanal B, August1.47520714,0 %20,3 Sekunden
Kanal A, Juli53.67510,0 %8,0 Sekunden

Die letzte Zeile ist die Lehre. Derselbe Kanal, dieselbe Person, dieselbe Machart, und fünfunddreißigmal so viele Aufrufe bei einem einzigen Kommentar. Was den Unterschied gemacht hat, war die Aufforderung am Ende des Videos, und nicht das Thema, nicht die Uhrzeit und auch nicht die Hashtags.

Aufrufe bekommst du über die Machart. Kommentare bekommst du über die Aufforderung. Das sind zwei getrennte Hebel, und du entscheidest bei jedem Beitrag, welchen du ziehst.

Bevor du also anfängst, deine Instagram Reichweite erhöhen zu wollen, klär für dich, was du eigentlich brauchst. Wer verkaufen will, braucht Gespräche und damit Kommentare und Nachrichten. Wer bekannt werden will, braucht Aufrufe. Beides gleichzeitig zu optimieren führt dazu, dass du keines von beidem bekommst.

Warum die üblichen Tipplisten bei dir nicht greifen

Ich habe mir angeschaut, was zu diesem Thema oben in der Suche steht. Neun Tipps, zehn Tipps, fünfzehn bewährte Strategien. Poste regelmäßig, nutze Reels, antworte auf Kommentare, bleib dran. Das ist alles richtig und hilft dir trotzdem selten weiter.

Der Grund ist, dass diese Listen beschreiben, was erfolgreiche Kanäle tun, ohne zu erklären, warum es bei ihnen wirkt. „Kreiere qualitativen Content" ist keine Anweisung, das ist eine Umschreibung des Problems. Du weißt danach immer noch nicht, wie deine nächsten sieben Sekunden aussehen sollen.

Bei mir hat sich das an einer unangenehmen Beobachtung gezeigt. Als ich meine eigenen Beiträge mit denen aus meiner Auswertung verglichen habe, war jeder einzelne Beitrag für sich nicht schlechter als das Vorbild. Was gefehlt hat, war die Menge und die Wiederverwendung. Der Kanal aus der Tabelle veröffentlicht gut fünf Reels pro Woche und liegt im Mittel bei rund viertausend Aufrufen. Ich habe deutlich weniger veröffentlicht und mich gewundert, dass weniger ankommt.

Der Algorithmus, so weit du ihn kennen musst

Du brauchst kein tiefes Verständnis der Technik dahinter, und die meisten Erklärungen dazu sind ohnehin geraten. Drei Dinge reichen für die Praxis.

  • Instagram testet jeden Beitrag an einer kleinen Gruppe. Was dort gut ankommt, bekommt mehr. Deshalb entscheiden die ersten Minuten und nicht der ganze Tag.
  • Verweildauer schlägt Likes. Ein kurzes Video, das jemand zweimal sieht, ist stärker als ein langes, das jemand nach drei Sekunden wegwischt. Genau darum stehen in der Tabelle oben so kurze Laufzeiten.
  • Gespeicherte Beiträge und Kommentare wiegen schwerer als Likes. Ein Like kostet den Daumen, ein Kommentar kostet Zeit und wird entsprechend gewertet.

Daraus folgt die einzige Algorithmus-Regel, die ich wirklich befolge. Bau jeden Beitrag so, dass ihn jemand ein zweites Mal ansieht oder darunter etwas schreibt. Alles andere ist Beiwerk.

Was in diesem Zusammenhang gern falsch verstanden wird, ist die Rolle deiner bestehenden Follower. Sie sind für die Verteilung eines neuen Beitrags weit weniger wichtig, als die meisten annehmen, weil ein großer Teil deiner Aufrufe von Menschen kommt, die dir noch nicht folgen. Deshalb kann ein kleiner Kanal ein Reel mit fünftausend Aufrufen haben und ein größerer eines mit zweihundert.

Und es gibt einen Vorteil, den nur neue Kanäle haben. In den ersten Monaten bekommst du spürbar mehr geschenkte Aufmerksamkeit, weil Instagram herausfinden will, wem es dich zeigen soll. Wer in dieser Phase unregelmäßig veröffentlicht, verschenkt genau das Fenster, in dem es am leichtesten wäre, die Instagram Reichweite erhöhen zu können.

Instagram Reichweite erhöhen, indem du modellierst statt erfindest

Das hier ist die Methode, die bei mir den Unterschied gemacht hat, und sie steht in keiner der Tipplisten.

Such dir Beiträge, die in deiner Nische nachweislich funktioniert haben, und übernimm ihre Mechanik. Nicht ihr Thema, nicht ihren Text, nicht ihre Bilder. Die Mechanik ist der Bauplan darunter. Wie lang das Video ist, wann der Text erscheint, wie viel Text auf dem Bild steht, wo die Aufforderung sitzt, wie lang die Bildunterschrift ist.

Instagram Reichweite erhöhen durch Modellieren, ein Bauplan und drei Beiträge daraus
Ein Bauplan, drei Beiträge. Übernommen wird die Mechanik, nicht das Thema.

Für das Reel mit den 500 Kommentaren sah dieser Bauplan so aus.

  1. Sehr kurz, gut sieben Sekunden
  2. Ein Textblock, sofort vollständig sichtbar, ohne Einblenden Zeile für Zeile
  3. Bewusst mehr Text, als in einem Durchlauf lesbar ist, damit das Video von vorne startet
  4. Das Stichwort für die Antwort steht im Video selbst, nicht nur in der Bildunterschrift
  5. Die Bildunterschrift ist eine einzige Zeile plus drei Hashtags

Punkt drei ist der, den fast niemand macht, weil er sich falsch anfühlt. Du schreibst absichtlich mehr auf das Bild, als jemand in sieben Sekunden lesen kann. Dadurch läuft das Video ein zweites Mal, und genau das misst Instagram als Verweildauer.

Punkt fünf hat mich am meisten überrascht. Derselbe Kanal schreibt bei anderen Beiträgen lange, gut gebaute Bildunterschriften, und die liegen bei Kommentarquoten von einem bis fünf Prozent. Die eine Zeile bringt zweiunddreißig.

Wie du dir die richtigen Vorbilder aussuchst

Der häufigste Fehler beim Modellieren ist die Auswahl nach Thema. Du suchst jemanden, der über dasselbe redet wie du, und kopierst dessen Inhalte. Damit bekommst du eine schlechtere Fassung von etwas, das es schon gibt.

Sinnvoller ist die Auswahl nach Mechanik. Du suchst Beiträge, deren Bauplan zu dem passt, was du erreichen willst, und das Thema darf ein völlig anderes sein. Wenn ein Kanal aus dem Fitnessbereich mit einem Sieben-Sekunden-Textblock dreihundert Kommentare holt, funktioniert dieser Bauplan auch für deine Buchhaltungs-Nische.

Praktisch gehe ich so vor. Ich suche drei bis fünf Kanäle in meiner Größenordnung oder leicht darüber, schaue mir deren letzte dreißig bis fünfzig Beiträge an und sortiere nach Kommentaren statt nach Aufrufen. Die obersten fünf zerlege ich in ihren Bauplan. Daraus entsteht eine Liste von Mechaniken, die ich der Reihe nach durchprobiere.

Sortiere fremde Beiträge nach Kommentaren, nicht nach Aufrufen. Aufrufe sagen dir, was Instagram mochte. Kommentare sagen dir, was Menschen bewegt hat.

Der komplette Weg in sieben Tagen
Vom leeren Kanal zum ersten verkauften Produkt

Die Konkurrenzanalyse und das Modellieren aus diesem Artikel sind Tag sechs eines siebentägigen Kurses. Davor geht es darum, überhaupt etwas zu haben, das du verkaufen kannst.

DEN 7-TAGE-KURS ANSEHEN

Die Länge, die bei kurzen Videos wirklich zählt

Schau dir die Längen in der Tabelle noch einmal an. 7,2 Sekunden, 3,1 Sekunden, 20,3 Sekunden. Die höchste Kommentarquote hat das Video mit gut sieben Sekunden, die niedrigste das mit zwanzig.

Sieben bis neun Sekunden sind bei mir seitdem der Standard für alles, was Antworten erzeugen soll. Der Grund ist die Wiederholung. Ein Video dieser Länge läuft zweimal durch, bevor jemand überhaupt entscheidet, ob er weiterwischt, und damit hast du die Verweildauer schon gewonnen, bevor der Inhalt wirkt.

Längere Videos haben ihren Platz, wenn du wirklich etwas erklärst. Für den Zweck, deine Instagram Reichweite erhöhen zu wollen und Gespräche anzustoßen, ist kurz zuverlässiger.

Der Einstieg entscheidet, und zwar in den ersten Sekunden

Diesen Punkt habe ich an anderer Stelle teuer gelernt. Ich habe ein Video mit einer Stunde vierzig veröffentlicht, das 344 Aufrufe und knapp 62 Stunden Wiedergabezeit bekommen hat. Die Auswertung zeigte, dass die meisten in den ersten drei Minuten aussteigen. Und genau dort standen meine Begrüßung, der Hinweis auf den Kanal und die Info, wo man mehr findet.

Der Abbruch passierte also vor dem ersten Inhalt. Seitdem gilt bei mir für jedes Video die gleiche Regel, egal wie lang es ist. Sofort ins Thema, die Vorstellung kommt ans Ende oder gar nicht.

Für ein Reel bedeutet das, dass der erste Satz mitten in der Geschichte anfängt. „Drei Wochen Urlaub, mein Rechner war aus" funktioniert, weil niemand ahnt, worauf das hinausläuft. „Hi, ich bin Ralf und heute zeige ich dir" funktioniert nicht, weil in dem Moment schon jemand weitergewischt hat.

Warum der Text ins Video gehört und nicht nur darunter

Die meisten sehen Reels ohne Ton. Wenn deine Aussage nur gesprochen wird, ist sie für einen großen Teil deiner Zuschauer nicht vorhanden. Das gilt genauso für die Aufforderung am Ende.

Bei dem Reel mit der höchsten Quote steht das Stichwort, das die Leute kommentieren sollen, im Video selbst. In der Bildunterschrift steht es auch, aber das ist die Absicherung und nicht der Auslöser. Wer den Text unter dem Video liest, hat sich ohnehin schon entschieden.

Praktisch heißt das, dass in deinem Video ein Textblock steht, der auch ohne Ton vollständig funktioniert. Wenn du beides hast, gesprochenen Text und geschriebenen, umso besser.

Der erste Kommentar, den fast niemand nutzt

Ein Beitrag mit null Kommentaren wirkt tot, auch wenn ihn gerade dreitausend Leute gesehen haben. Ein Beitrag mit einem Kommentar wirkt wie ein Gespräch, das schon läuft.

Deshalb setze ich unter jeden Beitrag selbst den ersten Kommentar. Dort steht keine Zusammenfassung, sondern etwas, das eine Antwort verdient. Eine ehrliche Randbemerkung, eine Frage, oder der Teil der Geschichte, der nicht ins Video gepasst hat. Das kostet dich dreißig Sekunden und verändert, wie der Beitrag auf Fremde wirkt.

Dichte schlägt Perfektion

Das ist der Befund, der mich am meisten geärgert hat, weil er so wenig nach Geheimtipp klingt.

Als ich meine Beiträge einzeln gegen die Vorbilder gehalten habe, war meine Qualität in Ordnung. Der Unterschied lag in der Frequenz und darin, dass die anderen ihre funktionierenden Baupläne alle zwei Wochen wiederverwenden. Derselbe Hook, neuer Anlass. Was bei ihnen wie eine Serie wirkt, ist eine bewusste Wiederholung.

Wenn du also vor der Wahl stehst, einen Beitrag noch dreimal zu überarbeiten oder stattdessen zwei weitere zu veröffentlichen, nimm die zwei weiteren. Ein Kanal, der neu ist, bekommt vom Algorithmus ohnehin mehr Aufmerksamkeit geschenkt als einer, der seit Jahren läuft, und dieses Zeitfenster nutzt du nur mit Menge.

Karussells, wenn sieben Sekunden nicht reichen

Reels holen Aufrufe, Karussells holen Speicherungen. Wenn du etwas erklärst, das jemand später noch einmal braucht, ist das Karussell das stärkere Format, und es ist das einzige, bei dem die Leute freiwillig zurückkommen.

Drei Dinge halte ich dabei ein. Erstens höchstens zehn Karten, weil danach die Abbruchrate steil ansteigt und die letzten Karten kaum noch jemand sieht. Zweitens gehört die eigentliche Aussage auf die erste Karte, denn die entscheidet allein darüber, ob überhaupt gewischt wird. Drittens steht auf der letzten Karte eine Aufforderung, die eine Antwort verdient, und nicht nur ein Hinweis auf mein Profil.

Der Fehler, den ich lange gemacht habe, war die Karte zwei. Dort stand bei mir früher die Erklärung, warum das Thema wichtig ist. Wer bis Karte zwei gewischt hat, weiß bereits, dass es wichtig ist, sonst hätte er nicht gewischt. Auf Karte zwei gehört der erste konkrete Schritt.

Und ein Karussell ist die günstigste Zweitverwertung, die du hast. Ein Reel, das gut lief, lässt sich fast immer in sechs bis acht Karten übersetzen, ohne dass du neu denken musst. Wenn du deine Instagram Reichweite erhöhen willst, ohne täglich neue Ideen zu brauchen, ist das der erste Ort, an dem ich nachschauen würde.

Was dein Profil leisten muss, wenn die Reichweite ankommt

Angenommen, es funktioniert. Jemand sieht dein Reel, findet es gut und tippt auf deinen Namen. Was dann passiert, entscheidet darüber, ob aus Reichweite jemals Geschäft wird, und dieser Teil kommt in den Tippisten praktisch nicht vor.

Ich habe mir dafür die Profile von fünf Kanälen aus meiner Nische angesehen, alle größer als meiner. Das Ergebnis war ernüchternd und entlastend zugleich.

  • Nur einer von fünf hatte überhaupt ein Highlight zu seinem Angebot, und dessen erste Folie war über zwei Jahre alt.
  • Der stärkste Kanal der fünf hatte gar keine Highlights. Er fährt gut fünf Reels pro Woche und verlinkt in der Biografie direkt auf seine Kursübersicht.
  • Der schwächste Kanal hatte Highlights mit internen Kürzeln beschriftet, die außerhalb seines Kundenkreises niemand auflösen kann.

Highlights sind Hygiene, kein Umsatzhebel. Das Verkaufselement deiner Profilfläche ist der eine Link in der Biografie.

Für dich heißt das, dass du dort höchstens eine halbe Stunde investieren solltest. Drei Highlights nach dem Muster Person, Nutzen und Ergebnisse reichen völlig. Deutlich wichtiger ist, dass dein Link auf genau eine Sache zeigt und nicht auf eine Liste mit sieben Möglichkeiten, weil eine Liste eine Entscheidung verlangt und die meisten dann gar nichts tun.

Wenn die Auswertung dich jede Woche einen Vormittag kostet
Lass die Konkurrenzanalyse jemand anderen machen

Fremde Kanäle auslesen, nach Kommentaren sortieren, Baupläne notieren und veröffentlichen sind alles Schritte, die sich abgeben lassen. Genau dafür habe ich mir acht KI-Mitarbeiter gebaut.

DAS KI-MITARBEITER-SYSTEM ANSEHEN

Was du messen solltest statt Follower

Follower sind die Zahl, die man herzeigt, und die schlechteste Grundlage für Entscheidungen. Ich schaue mir seit der Auswertung drei andere Werte an.

  • Kommentarquote, also Kommentare geteilt durch Aufrufe. Alles über fünf Prozent ist ein Beitrag, dessen Bauplan du wiederverwenden solltest.
  • Speicherungen, weil sie zeigen, dass jemand später wiederkommen will. Das ist bei erklärenden Beiträgen der ehrlichste Wert.
  • Antworten in Nachrichten, weil daraus Kunden werden und aus Likes nicht.

Ein Beispiel aus meiner Auswertung, das die Sache auf den Punkt bringt. Ein Kanal veröffentlicht gut drei Beiträge am Tag, liegt im Mittel bei 1.726 Aufrufen und bekommt dabei siebzehn Likes und zweiundfünfzig Kommentare. Die Leute drücken also seltener auf Herz als sie schreiben, weil fast jeder Beitrag ein Stichwort für eine kostenlose Unterlage enthält. Diese Zahlen sehen nach starker Beteiligung aus und beschreiben in Wahrheit eine Schlange vor einem Gratis-Regal.

Das ist keine Kritik an dem Kanal, das Modell funktioniert für ihn. Es ist eine Warnung davor, fremde Zahlen ohne ihren Zweck zu übernehmen. Wenn du deine Instagram Reichweite erhöhen willst, um am Ende Beratungen oder Kurse zu verkaufen, ist eine Schlange vor dem Gratis-Regal nicht dasselbe wie eine Liste von Interessenten. Wer für ein kostenloses Dokument ein Codewort tippt, hat damit noch nichts über seine Kaufbereitschaft gesagt.

Deshalb schaue ich mir bei jedem Beitrag, der gut lief, zusätzlich an, was danach passiert ist. Kamen Nachrichten, und wenn ja, von Leuten, die zu meinem Angebot passen. Diese Frage beantwortet keine Statistik in der App, und sie ist trotzdem die einzige, die am Monatsende zählt.

Was ich beim Instagram Reichweite erhöhen nicht mehr mache

Reichweite kaufen. Das Angebot taucht in der Suche ständig auf. Gekaufte Aufrufe verschieben dein Verhältnis von Aufrufen zu echten Reaktionen nach unten, und genau dieses Verhältnis ist das, woran der Algorithmus deine nächsten Beiträge misst.

Auf das blaue Häkchen setzen. Ich habe das bezahlte Abzeichen ausprobiert und keinen messbaren Effekt auf die Reichweite gesehen.

Bewusst falsche Aussagen einbauen, damit Leute korrigieren. Das erzeugt Kommentare und zieht Leute an, die dich verbessern wollen statt bei dir zu kaufen. Die Zahl steigt, das Geschäft nicht.

Dreißig Hashtags unter jeden Beitrag. Das Reel mit den 500 Kommentaren hatte drei. Hashtags helfen der Einordnung, sie sind schon länger kein Reichweiten-Hebel mehr.

Instagram Reichweite erhöhen, dein Plan für die nächsten sieben Tage

Tag eins gehört der Auswertung. Such dir drei Kanäle in deiner Nische, schau dir deren letzte dreißig Beiträge an und sortiere nach Kommentaren. Notiere von den fünf besten jeweils Länge, Textmenge im Bild, Position der Aufforderung und Länge der Bildunterschrift.

Ab Tag zwei veröffentlichst du täglich einen Beitrag nach einem dieser Baupläne, mit deinem Thema und deiner Geschichte. Sieben bis neun Sekunden, ein Textblock, Stichwort im Video, kurze Bildunterschrift, eigener erster Kommentar.

Am Ende der Woche schaust du dir die Kommentarquoten deiner sieben Beiträge an. Der beste bekommt in der Woche darauf zwei weitere Fassungen mit neuem Anlass. So entsteht die Serie, die von außen nach Strategie aussieht.

Wenn du das Ganze automatisieren willst, damit die Auswertung und das Veröffentlichen nicht jede Woche deinen Vormittag kosten, habe ich dazu aufgeschrieben, wie meine KI-Mitarbeiter genau diese Schritte übernehmen. Und wenn dein Angebot noch nicht steht, fang dort an, denn Reichweite auf ein unklares Angebot ist teuer bezahlte Aufmerksamkeit. Dazu passt Stufenangebot aufbauen.

Häufige Fragen zur Instagram Reichweite

Wie kann ich meine Instagram Reichweite erhöhen, ohne täglich zu posten?

Indem du funktionierende Baupläne wiederverwendest statt jedes Mal neu zu erfinden. Die Kanäle in meiner Auswertung setzen denselben Aufbau alle zwei Wochen mit neuem Anlass ein. Weniger Beiträge sind machbar, dann muss aber jeder einzelne einem Bauplan folgen, der sich bei jemand anderem schon bewährt hat.

Wie lang sollte ein Reel sein?

Sieben bis neun Sekunden, wenn du Antworten willst. In meiner Auswertung hatte das Reel mit 7,2 Sekunden eine Kommentarquote von 32,4 Prozent, das mit 20,3 Sekunden lag bei 14 Prozent. Kurze Videos laufen mehrfach durch, und diese Wiederholung zählt als Verweildauer.

Bringen Hashtags 2026 noch Reichweite?

Sie helfen bei der thematischen Einordnung und sind kein Hebel mehr. Der Beitrag mit der höchsten Kommentarquote in meiner Auswertung hatte drei Hashtags und eine einzige Zeile Bildunterschrift. Dreißig Hashtags unter jeden Beitrag zu setzen kostet Zeit und ändert an der Verteilung wenig.

Warum sinkt meine Reichweite plötzlich?

Der häufigste Grund ist ein Wechsel der Machart. Wenn deine bisherigen Beiträge Geschichten erzählt haben und die neuen direkt etwas anbieten, bricht die Reichweite ein, weil die ersten Sekunden schwächer werden. Bei mir lagen Beiträge mit direktem Angebot bei unter zweihundert erreichten Personen, während ein Beitrag mit offenem Einstieg im selben Zeitraum über fünftausend erreicht hat.

Soll ich Instagram-Reichweite kaufen?

Davon rate ich ab, und der Grund ist rechnerisch. Deine Beiträge werden daran gemessen, wie viele der Menschen reagieren, die sie gesehen haben. Gekaufte Aufrufe erhöhen den Nenner und lassen den Zähler unverändert, damit verschlechterst du genau den Wert, der über deine nächste Verteilung entscheidet.

Was ist der Unterschied zwischen Reichweite und Impressionen?

Reichweite zählt Personen, Impressionen zählen Ansichten. Wenn dieselbe Person deinen Beitrag dreimal sieht, ist das eine Reichweite und drei Impressionen. Für die Bewertung deiner Arbeit ist die Reichweite die ehrlichere Zahl, für die Bewertung eines einzelnen Videos die Verweildauer.

Lohnt sich das blaue Häkchen für mehr Reichweite?

Nach meiner eigenen Erfahrung nicht. Ich habe das bezahlte Abzeichen getestet und keinen messbaren Unterschied in der Verteilung meiner Beiträge gesehen. Für Vertrauen auf den ersten Blick kann es etwas bringen, als Reichweiten-Hebel taugt es nicht.

Wie viele Follower brauche ich, bevor ich etwas verkaufen kann?

Weniger, als du denkst, weil Follower und Käufer zwei getrennte Gruppen sind. Entscheidend ist, ob deine Beiträge Gespräche auslösen, denn aus einer Antwort in den Nachrichten wird ein Kunde und aus einem Follower nicht. Deshalb ist die Kommentarquote die Zahl, auf die ich schaue.

Instagram Reichweite erhöhen ist am Ende weniger eine Frage von Fleiß als von Bauplänen. Wenn du eine Sache mitnimmst, dann die beiden Zahlen vom Anfang. 53.675 Aufrufe mit einem Kommentar und 1.545 Aufrufe mit fünfhundert. Der Unterschied lag nicht am Thema und nicht am Zufall, er lag im Bauplan. Und Baupläne kannst du dir ansehen, bevor du deinen nächsten Beitrag machst.

Written By Ralf Wenda

Über Ralf Wenda

Ich bin Ralf Wenda, ein leidenschaftlicher Onlinekursentwickler und Marketing-Dozent. Mit einem Hintergrund in Wirtschaftsinformatik und jahrelanger Erfahrung im Onlinemarketing, habe ich das MPS-System entwickelt, um dir zu helfen, dein Wissen in ein automatisiertes Einkommen zu verwandeln. Meine Mission ist es, dir die Werkzeuge und das Wissen zu geben, die du brauchst, um in der digitalen Welt erfolgreich zu sein. Lass uns gemeinsam deine Träume verwirklichen!

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